Himmelsereignisse im Januar 2021

Im Januar nutzen viele Astronomieeinsteiger den klaren Winterhimmel, um mit ihren, zu Weihnachten bekommenen, Ferngläsern oder Teleskopen einen Blick in die Sterne zu werfen.

Eine schöne Übung zur ersten Orientierung am Sternenhimmel ist das Aufsuchen des Wintersechsecks. Dieses ist kein eigenes Sternenbild, sondern besteht aus den besonders hellen und auffälligen Sternen Sirius, Aldebaran im Stier, Capella im Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen, Rigel im Orion und Procyon im Kleinen Hund.

Wintersechseck (Erstellt mit Stellarium)


Neben diesen hellen Sternen bietet der Winterhimmel aber auch andere interessante Beobachtungsobjekte, die auch mit kleineren Teleskopen gut beobachtbar sind. So zum Beispiel der Orionnebel, eine Geburtsstätte für Sterne.

Orionnebel (Erstellt mit Stellarium)

Planetenvorhersage

Auch Planeten sind natürlich beliebte Objekte bei Himmelsbeobachtern. Ob die Ringe des Saturn, der rote Fleck am Jupiter oder einfach nur unser kleiner, roter Nachtbar Mars. Die Planeten sind immer einen Blick wert.

Merkur:
Der Merkur ist ab Mitte Januar in der Abenddämmerung zu sehen, geht jedoch wegen seiner Nähe zur Sonne schon zwischen 18:00 und 19:00 Uhr unter. Auch seine Helligkeit nimmt, von -0,9mag am 15.1. bis 0,3mag am 31.1., allmählich ab.

Venus:
Die Venus bleibt im Januar noch unser Morgenstern, geht aber nur noch ca. 30 Minuten vor der Sonne auf. Im Februar wird sie dann nicht mehr zu sehen sein. Am 1. geht sie noch sehr hell bei -3,9mag um 6:49. Gegen Ende des Monats ist sie dann mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar.

Mars:
Unser roter Nachtbar bleibt uns in der ersten Nachthälfte erhalten. Allerdings nimmt auch seine Helligkeit von -0,2 mag am 1.1. bis 0,4mag am 31.1. langsam ab.

Jupiter:
Nach vielen Monaten schöner Sichtbarkeit verabschiedet ich Jupiter im Januar vom Abendhimmel. Er geht am 01. Januar um 18:17 Uhr unter, am 10.01. schon um 17:53 Uhr. Danach bleibt der -1,9 mag helle Jupiter unsichtbar. Er taucht dann in der zweiten Februarhälfte am frühen Morgenhimmel wieder auf.

Saturn:
Auch Jupiters treuer Begleiter verabschiedet sich nach langer Sichtbarkeit von unserem Abendhimmel. Der Saturn kann am 10. Januar bis 17:41 Uhr zum letzten Mal beobachtet werden. Doch schon Anfang März gesellt er sich dann wieder zum Jupiter an den Morgenhimmel.


Sternschuppern mit den Quadrantiden

Im Januar können wir wieder einen Meteorschauer beobachten. Die Quadrantiden erreichen in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar ihr Maximum, bei dem bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde bestaunt werden können. Sie gehören damit zu den spektakulärsten Meteorströmen des Jahres. Ihren Namen haben die sie vom früheren Sternbild Mauerquadrant, das allerdings nicht mehr offiziell geführt wird und zwischen Bärenhüter, Drache und Herkules lag. Die Quadrantiden entstehen, wenn die Erde durch die Umlaufbahn des Asteroiden 2003 EH zieht, dessen Bruchstücke dann als Sternschnuppen in der Atmosphäre verglühen.

Quadrantiden am 3.Jan. 2021 um 23:30 NO Richtung (Erstellt mit Stellarium)




Quellen:
https://www.timeanddate.de/astronomie/himmelsereignisse
https://www.sternwarte.de/
Hermann-Michael Hahn – „Was tut sich am Himmel 2021“

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