Himmelsereignisse im April 2021

Der Mond im April

Am 27. April können wir einen „Supermond“ beobachten.
Supermond bedeutet nichts anderes, als dass er der Erde zu diesem Zeitpunkt sehr nahe kommt und somit etwas größer und heller wirkt. Wenn der Mond auch noch sehr nahe am Horizont steht und wir dessen Größe direkt mit Gebäuden, Bäumen oder ähnliches vergleichen können, wirkt der Mond durch das Phänomen der sogenannten „Mondtäuschung“ sogar noch etwas größer. Die geringste Entfernung zur Erde hat der Mond um 17:22 mit 357.378 km.

„Supervollmond“ – 27. April 2021 (Erstellt mit Stellarium)

Da Vinci Glow:

Nicht nur der Vollmond ist immer wieder ein sehenswerter Anblick. Ein weitaus unbekannteres, nicht weniger spektakuläres Phänomen ist der sogenannte Da Vinci Glow.

Der Mond scheint hell, wenn er von der Sonne beleuchtet wird. Bei Halbmond wird nur die Hälfte beleuchtet, bei Vollmond dementsprechend der komplette, von der Erde aus sichtbare, Teil.
In den Tagen vor und nach Neumond sieht man den eigentlich dunklen Teil des Mondes manchmal als aschfahle Kugel am Himmel. Dieses Phänomen bezeichnet man als Erdschein, oder auch als Da Vinci Glow. Der Erdschein entsteht, wenn das Sonnenlicht von der Erde auf die eigentlich unbeleuchtete Mondoberfläche reflektiert wird. Leonardo Da Vinci hat dieses Phänomen 1510 im Codex Leicester als erster beschrieben, daher trägt der Erdschein den Beinamen Da Vinci Glow.
Beobachten kann man ihn am frühen Morgen des 8. und 9. April, sowie am Abend des 15. Und 16. April, jeweils zur Dämmerung.

Da Vinci Glow (Quelle: https://www.weltderphysik.de)



Sternschnuppennacht mit den Lyriden:

Die Erde durchquert jedes Jahr im April eine der Staubwolken unseres Sonnensystems. Diese Staubwolken haben ihren Ursprung in umherwandernden Kometen. Kollidieren einzelne Staubpartikel mit der Erdatmosphäre, verglühen diese und zeigen sich uns in Form von Sternschuppen. Der so entstehende Meteorschauer ist in diesem Jahr in der Nacht vom 22. auf den 23. April im Sternbild Leier in Richtung Ost-Nordost zu sehen. Dieses Sternbild verleiht mit seinem lateinischen Namen (Lyra) den Lyriden ihren Namen.
Die Quelle der Lyriden ist der Komet Thatcher. Dieser am 5. April 1861 entdeckte Wanderer umkreist die Sonne alle 415 Jahre in einer langgezogenen Ellipsenbahn.

Lyriden – 22. April 2021 (Erstellt mit Stellarium)



Planetenvorhersage:

Mars:
Der Mars kann weiterhin den gesamten Monat am Abendhimmel beobachtet werden. Am 01. April geht er um 01:56 Uhr unter. Am 30.04. geht unser Nachbarplanet bereits um 01:23 Uhr unter.

Jupiter:
Der Jupiter ist am Morgenhimmel sehen. Am 01.04. geht er um 05:32 Uhr auf. Seine Helligkeit steigt leicht auf 2.2 mag an und ist vor Sonnenaufgang gut sichtbar. Am 30.04. geht erbereits um 03:49 Uhr auf.

Saturn:
Der Saturn ist gemeinsamt mit Jupiter am Morgenhimmel zu sehen. Er geht am 01.04. um 05:03 Uhr auf. Am 30. April geht Saturn um 03:14 Uhr auf.

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