Himmelsereignisse im Juli 2022

Im Juli sind wieder einige Planeten mit dem freien Auge zu beobachten.

Planetenvorhersage:

Venus:
Die Venus ist im Juli als „Morgenstern“ das hellste Objekt am Morgenhimmel. Sie geht am 01. Juli um 03:26 Uhr mit einer Helligkeit von -3.9 mag auf. Am 31. Juli geht sie um 03:51 Uhr auf.

Mars:
Der Mars ist ebenfalls am Morgenhimmel zu sehen. Am 01. Juni geht er mit 0.2 mag um 01:41 Uhr auf. Am Monatsende geht er um 00:24 Uhr auf.

Jupiter:
Der Jupiter ist ab dem späten Abend zu sehen. Er geht am 01.07. um 01:02 Uhr auf, am 31.07. mit  -2.7 mag um 23:03 Uhr.

Saturn:
Saturn kann die gesamte Nacht betrachtet werden. Er geht am 01. Juli um 23:37 Uhr mit 0.4 mag Helligkeit auf. Am 31.07. um 21:36 Uhr.

Himmelsereignisse im Oktober 2021

Der Oktober bietet wieder Einiges für Sternschnuppenfreunde, denn es sind gleich zwei Meteorschauer zu beobachten.

Die Draconiden:

Den ersten Sternschnuppenschauer im Oktober bieten die Draconiden, deren Name vom Sternbild Drache abgeleitet ist, aus dessen Richtung sie scheinbar kommen. Sie sind in der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 2021 zu sehen, wenn die Erde die Bahn des Kometen 21P/Giacobini-Zinner kreuzt, dessen Bruchstücke dann in der Atmosphäre verglühen und als Sternschnuppen am Nachthimmel zu sehen sind.

Draconiden Meteorschauer NW Richtung, 8.10.2021, 20:00 Uhr (Erstellt mit Stellarium)


Die Orioniden:

Die Sternschnuppen der Orioniden, die Bruchstücke des Halleyschen Kometen sind, sind im Zeitraum vom 2. Oktober – 7. November sichtbar. Ihren Höhepunkt erreichen sie jedoch in der Nacht vom 21. Auf den 22. Oktober. Die Orioniden kommen, wie der Name schon vermuten lässt, aus dem Sternbild Orion, der leicht an der aus 3 Sternen bestehenden Linie zu erkennen ist, die den Gürtel des Himmelkriegers Orion bilden.

Orioniden Meteorschauer, östl. Richung, 22.10.2021 0:00 Uhr (Erstellt mit Stellarium)


Planetenvorhersage:

Position der Planeten zur Monatsmitte (Anm.: Größenverhältnisse nicht maßstabsgetreu, Erstellt mit “Solar System Scope”)

Merkur:
Der Merkur ist ab dem 19.10. am Morgenhimmel zu sehen. Er geht am 19. Oktober um 06:18 Uhr auf, am Monatsletzten erscheint er um 05:30 Uhr über dem Horizont. Seine Helligkeit nimmt zum Monatsende auf -0.8 mag zu.

Venus:
Die Venus ist wieder am Abendhimmel zu sehen. Am 01. Oktober sie Venus mit einer Helligkeit -4.5 mag um 20:18 Uhr unter. Am Ende des Monats verschwindet sie um 19:54 Uhr unter der Horizontlinie. 

Mars:
Der Mars ist im Oktober hierzulande leider nicht sichtbar.

Jupiter:
Der Jupiter ist in der ersten Nachhälfte zu sehen und ist zur Zeit das hellste Objekt am Nachthimmel. Am 01. Oktober geht er um 03:12 Uhr unter. Seine Helligkeit sinkt leicht auf -2.5 mag ab. Am 31.10. geht Jupiter bereits um 01:13 Uhr unter.

Saturn:
Der Saturn geht dem Jupiter weiterhin auf seiner Bahn am Himmel voraus. Er ist ebenfalls ein Planet der ersten Nachthälfte. Mit einer Helligkeit von 0.6 mag geht er am 01.10. um 01:44 Uhr unter. Am Monatsletzten geht Saturn um 23:44 Uhr unter.

Himmelsereignisse im Juli 2021

Im Juli können wir die warmen Abende nutzen, um uns die schönen Planeten und ihre Monde durch das Teleskop anzusehen. Sowohl Jupiter als auch Saturn, mit ihren großen Monden, sind die gesamte Nacht über sichtbar.

Jupiter und seine 4 galiläischen Mond. 25.7.2021 (Bild erstellt mit Stellarium)


Planetenvorhersage:

Venus:
Die Venus nimmt allmählich Abstand von der Sonne und gewinnt dadurch an Sichtbarkeit. Dennoch geht sie noch in der Dämmerung unter. Am 01. Juli geht die Venus mit ihren -3.9 mag um 23:03 Uhr unter. Am 31. Juli um 22:20 Uhr.

Jupiter:
Der Jupiter geht am 1. Juli um 23:50 auf, am 31. Juli bereits um 21.28. Er kann die gesamte Nacht  über beobachtet werden.

Saturn:
Auch der Saturn beehrt uns die gesamte Nacht. Am 1.7. geht er um 23:05, am 31.7. um 21:03 auf.

Mond Konjunktionen:

Als Konjunktion wird die scheinbare Begegnung zweier Himmelskörper bezeichnet. Im Juli erwarten uns gleich 3 Begegnungen zwischen dem Mond und einem Planeten.

In der Abenddämmerung des 12. Juli begegnet die Venus dem zunehmenden Mond. Gegen 21:00 Uhr sollte man also den Blick gen Westen richten 🙂

Venus-Mond Konjunktion. 12.7.2021 21:00, westliche Richtung (Bild erstellt mit Stellarium)



Am 24. Juli um 22:00 Uhr begegnet der Saturn dem Mond in SO Richtung.

Saturn-Mond Konjunktion. 24.7.2021 22:00, SO Richtung (Bild erstellt mit Stellarium)



Einen Tag später, am 25. Juli, um 22:30 Uhr begegnet dann auch sein treuer Begleiter, der Jupiter, dem Mond.

Jupiter-Mond Konjunktion. 25.7.2021 22:30, SO Richtung (Bild erstellt mit Stellarium)

Himmelsereignisse im Mai 2021

Sternschnuppern mit den Eta-Aquariden:
Wer ihr im April den Meteorschauer der Lyriden verpasst hat, der hat im Mai die Gelegenheit weitere Sternschnuppennächte zu erleben.

Der Eta-Aquariden-Meteorstrom ist noch bis Ende Mai beobachtbar, beschert uns aber schon Anfang Mai bis zu 50 Sternschnuppen pro Stunde. Der Höhepunkt liegt in der Nacht vom 5. auf den 6. Mai. Die Eta-Aquariden sind nach dem hellsten Stern des Sternbildes Wassermann (Aquarius) benannt – Eta Aquarii. Um sie zu beobachten muss man jedoch früh aufstehen, da der Wassermann erst ab 3 Uhr morgens aufgeht.

Eta Aquariden am 6. Mai um 3:30 (Erstellt mit Stellarium)



Da Vinci Glow:
Wie schon im letzten Monat können wir auch im Mai wieder den Da Vinci Glow (Erdschein) bestaunen, bei dem der eigentlich dunkle Neumond vom reflektierten Sonnenlicht der Erde aschfahl zu sehen ist.  Leonardo Da Vinci hat dieses Phänomen 1510 im Codex Leicester als erster beschrieben, daher trägt der Erdschein den Beinamen Da Vinci Glow.
Beobachten kann man ihn am frühen Morgen des 7. und 8. Mai, sowie am Abend des 14. Und 15. Mai, jeweils zur Dämmerung.

Da Vinci Glow (Quelle: https://www.weltderphysik.de)



Supermond:
Dieser Supermond, der bereits der zweite des Jahre ist, ist der Erde sogar noch ein wenig näher als der erste – 67 km, um genau zu sein. Das wird zwar keinen sichtbaren Unterschied machen, einen schönen Anblick bietet er jedoch allemal. Besonders bei Mondaufgang und Monduntergang, da er hier durch das Phänomen der „Mondtäuschung“ sogar noch etwas größer wirkt.

Planetenvorhersage

Mars:
Der Mars kann weiterhin den gesamten Monat am Abendhimmel beobachtet werden. Am 01. Mai geht er um ca. 00:20 Uhr unter. Am 31.05. geht unser Nachbarplanet bereits um ca 23:30 Uhr unter.

Jupiter und Saturn:
Die beiden Gasriesen sind weiterhin als unzertrennliches Pärchen am Morgenhimmel sehen. 

Merkur:
Am 15. Mai erreicht der sonnennächste Planet seinen höchsten Punkt am Abendhimmel und ist mit 0,3 mag direkt nach Sonnenuntergang über dem Westhorizont zu sehen.

Venus:
Die Venus taucht allmählich wieder am Abendhimmel auf und ist zunächst schwach kurz vor Sonnenuntergang zu beobachten.

Himmelsereignisse im April 2021

Der Mond im April

Am 27. April können wir einen „Supermond“ beobachten.
Supermond bedeutet nichts anderes, als dass er der Erde zu diesem Zeitpunkt sehr nahe kommt und somit etwas größer und heller wirkt. Wenn der Mond auch noch sehr nahe am Horizont steht und wir dessen Größe direkt mit Gebäuden, Bäumen oder ähnliches vergleichen können, wirkt der Mond durch das Phänomen der sogenannten „Mondtäuschung“ sogar noch etwas größer. Die geringste Entfernung zur Erde hat der Mond um 17:22 mit 357.378 km.

„Supervollmond“ – 27. April 2021 (Erstellt mit Stellarium)

Da Vinci Glow:

Nicht nur der Vollmond ist immer wieder ein sehenswerter Anblick. Ein weitaus unbekannteres, nicht weniger spektakuläres Phänomen ist der sogenannte Da Vinci Glow.

Der Mond scheint hell, wenn er von der Sonne beleuchtet wird. Bei Halbmond wird nur die Hälfte beleuchtet, bei Vollmond dementsprechend der komplette, von der Erde aus sichtbare, Teil.
In den Tagen vor und nach Neumond sieht man den eigentlich dunklen Teil des Mondes manchmal als aschfahle Kugel am Himmel. Dieses Phänomen bezeichnet man als Erdschein, oder auch als Da Vinci Glow. Der Erdschein entsteht, wenn das Sonnenlicht von der Erde auf die eigentlich unbeleuchtete Mondoberfläche reflektiert wird. Leonardo Da Vinci hat dieses Phänomen 1510 im Codex Leicester als erster beschrieben, daher trägt der Erdschein den Beinamen Da Vinci Glow.
Beobachten kann man ihn am frühen Morgen des 8. und 9. April, sowie am Abend des 15. Und 16. April, jeweils zur Dämmerung.

Da Vinci Glow (Quelle: https://www.weltderphysik.de)



Sternschnuppennacht mit den Lyriden:

Die Erde durchquert jedes Jahr im April eine der Staubwolken unseres Sonnensystems. Diese Staubwolken haben ihren Ursprung in umherwandernden Kometen. Kollidieren einzelne Staubpartikel mit der Erdatmosphäre, verglühen diese und zeigen sich uns in Form von Sternschuppen. Der so entstehende Meteorschauer ist in diesem Jahr in der Nacht vom 22. auf den 23. April im Sternbild Leier in Richtung Ost-Nordost zu sehen. Dieses Sternbild verleiht mit seinem lateinischen Namen (Lyra) den Lyriden ihren Namen.
Die Quelle der Lyriden ist der Komet Thatcher. Dieser am 5. April 1861 entdeckte Wanderer umkreist die Sonne alle 415 Jahre in einer langgezogenen Ellipsenbahn.

Lyriden – 22. April 2021 (Erstellt mit Stellarium)



Planetenvorhersage:

Mars:
Der Mars kann weiterhin den gesamten Monat am Abendhimmel beobachtet werden. Am 01. April geht er um 01:56 Uhr unter. Am 30.04. geht unser Nachbarplanet bereits um 01:23 Uhr unter.

Jupiter:
Der Jupiter ist am Morgenhimmel sehen. Am 01.04. geht er um 05:32 Uhr auf. Seine Helligkeit steigt leicht auf 2.2 mag an und ist vor Sonnenaufgang gut sichtbar. Am 30.04. geht erbereits um 03:49 Uhr auf.

Saturn:
Der Saturn ist gemeinsamt mit Jupiter am Morgenhimmel zu sehen. Er geht am 01.04. um 05:03 Uhr auf. Am 30. April geht Saturn um 03:14 Uhr auf.

Himmelsereignisse im März 2021

Der Sternschnuppern Blog feiert diesen Monat seinen ersten Geburtstag. Und die Planeten scheinen mitzufeiern, denn sie präsentieren sich gemeinsam mit dem Mond in interessanten Posen.

Planetenvorhersage

Merkur:

Am 6. März befindet sich der Merkur in der größten westlichen Elongation. Das bedeutet, dass er, von der Erde aus gesehen, den größten Abstand zur Sonne hat. Er erreicht dabei eine scheinbare Helligkeit von 0,1 mag und kann kurz vor Sonnenaufgang knapp über dem östlichen Horizont, gemeinsam mit dem hellen Jupiter, beobachtet werden.

Merkur, 6.3.2021, 06:00 Uhr (Erstellt mit Stellarium)
Elongation (Quelle: https://www.br-online.de/)

Saturn:
Am 9. März gegen 05:20 Uhr befindet sich Saturn in Konjunktion mit der schmalen Sichel des abnehmenden Mondes. Als Konjunktion wird die scheinbare Begegnung zweier Himmelskörper bezeichnet.

Saturn-Mond-Konjunktion, 9.3.2021, 5:20 Uhr (Erstellt mit Stellarium)


Jupiter:
Einen Tag später, am 10. März gegen 06:00 Uhr, begegnet dann der strahlendhelle Jupiter dem Mond.

Jupiter-Mond-Konjunktion, 10.3.2021, 06:00 Uhr (Erstellt mit Stellarium)


Mars:
Am Abend des 19. März befindet sich mit dem Mars der dritte Planet in Konjunktion mit dem Mond.

Mars-Mond-Konjunktion, 19.3.2021, 21:00 Uhr (Erstellt mit Stellarium)


Venus:
Die Venus erreicht am 28. März ihre größte Helligkeit, bleibt aber wegen ihrer Nähe zur Sonne unsichtbar für das bloße Auge.

Venus am 28.3.2021, 06:00 Uhr (Erstellt mit Stellarium)

News aus der Raumfahrt – Februar 2021

In dieser neuen Kategorie werden kurz und knapp spannende Raumfahrtmissionen und -ereignisse des kommenden Monats vorgestellt, sowie Links zur Verfügung gestellt um diese Live mitzuverfolgen.

Am 1. Februar findet der zweite Weltraumspaziergang der beiden Astronauten Mike Hopkins und  Victor Glover statt. Sie installieren ein Upgrade der HD Kameras auf der Außenseite der Internationalen Raumstation (ISS). Geplant ist das ganze für 13:05 Uhr und kann hier live mitverfolgt werden.

Quelle: https://fineartamerica.com/


Am 9. Februar erreicht die erste Mars Mission der Vereinigten Arabischen Emiraten mit ihrem „Hope Orbiter“ den Roten Planeten.

Am 10. Februar erreicht Chinas „Tianwen-1“ Marsmission den Roten Planeten. Diese besteht aus einem Orbiter und einem Lander, der voraussichtlich im Mai 2021 landen wird.

Am 14. Februar startet Russland die Progress 77 Raumkapsel. Dies ist ein Frachtflug zur Versorgung der ISS. Am 17. Februar wird die Kapsel an der Raumstation andocken. Hier kann das ganze Live verfolgt werden

Am 18. Februar landet der, im letzten Juli gestartete, „Perseverance“ Rover der NASA auf dem Mars. Der eigentliche Rover wird sanft auf der Oberfläche abgeseilt und hat sogar einen Helikopter an Board, der den Mars aus der Luft untersuchen soll.

Quelle: https://scitechdaily.com/


Am 20. Februar startet die NASA die Cygnus NG-15 Raumkapsel. Dies ist ein Frachtflug zur Versorgung der ISS. Am 22. Februar wird die Kapsel an der Raumstation andocken. Hier kann das ganze Live verfolgt werden.


Quelle:
https://www.space.com/32286-space-calendar.html

Himmelsereignisse im Februar 2021

Langsam aber sicher werden die Temperaturen milder, Beobachtungsabende somit etwas angenehmer.  Im Februar können erreicht die Sichtbarkeit des Wintersechsecks ihren Höhepunkt. Gegen 21:00 Uhr steht es hoch am Himmel.

Doch nicht nur diese markanten Sterne bieten romantische Abende.  Auch der Mond und der Mars halten etwas für uns bereit:

Planetenvorhersage

Mars:

Der Mars ist in der ersten Monatshälfte der einzige Planet, den wir beobachten können. Am 18.2. gegen 23:45 Uhr begegnet er dem zunehmenden Mond. Der Mars hat zu dem Zeitpunkt eine scheinbare Helligkeit von 0,8 mag, der Mond von 11,6 mag.

Mond-Mars Konjunktion, 18.2.2021, 23:45Uhr (Erstellt mit Stellarium)

Jupiter:

Der Jupiter tritt ab der zweiten Monatshälfte in Erscheinung. Er ist ca ab 17.2. am frühen Morgenhimmel schwach sichtbar.




Quellen:
https://www.timeanddate.de/astronomie/himmelsereignisse
https://www.space.com
Hermann-Michael Hahn – „Was tut sich am Himmel 2021“

Himmelsereignisse im Januar 2021

Im Januar nutzen viele Astronomieeinsteiger den klaren Winterhimmel, um mit ihren, zu Weihnachten bekommenen, Ferngläsern oder Teleskopen einen Blick in die Sterne zu werfen.

Eine schöne Übung zur ersten Orientierung am Sternenhimmel ist das Aufsuchen des Wintersechsecks. Dieses ist kein eigenes Sternenbild, sondern besteht aus den besonders hellen und auffälligen Sternen Sirius, Aldebaran im Stier, Capella im Fuhrmann, Pollux in den Zwillingen, Rigel im Orion und Procyon im Kleinen Hund.

Wintersechseck (Erstellt mit Stellarium)


Neben diesen hellen Sternen bietet der Winterhimmel aber auch andere interessante Beobachtungsobjekte, die auch mit kleineren Teleskopen gut beobachtbar sind. So zum Beispiel der Orionnebel, eine Geburtsstätte für Sterne.

Orionnebel (Erstellt mit Stellarium)

Planetenvorhersage

Auch Planeten sind natürlich beliebte Objekte bei Himmelsbeobachtern. Ob die Ringe des Saturn, der rote Fleck am Jupiter oder einfach nur unser kleiner, roter Nachtbar Mars. Die Planeten sind immer einen Blick wert.

Merkur:
Der Merkur ist ab Mitte Januar in der Abenddämmerung zu sehen, geht jedoch wegen seiner Nähe zur Sonne schon zwischen 18:00 und 19:00 Uhr unter. Auch seine Helligkeit nimmt, von -0,9mag am 15.1. bis 0,3mag am 31.1., allmählich ab.

Venus:
Die Venus bleibt im Januar noch unser Morgenstern, geht aber nur noch ca. 30 Minuten vor der Sonne auf. Im Februar wird sie dann nicht mehr zu sehen sein. Am 1. geht sie noch sehr hell bei -3,9mag um 6:49. Gegen Ende des Monats ist sie dann mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar.

Mars:
Unser roter Nachtbar bleibt uns in der ersten Nachthälfte erhalten. Allerdings nimmt auch seine Helligkeit von -0,2 mag am 1.1. bis 0,4mag am 31.1. langsam ab.

Jupiter:
Nach vielen Monaten schöner Sichtbarkeit verabschiedet ich Jupiter im Januar vom Abendhimmel. Er geht am 01. Januar um 18:17 Uhr unter, am 10.01. schon um 17:53 Uhr. Danach bleibt der -1,9 mag helle Jupiter unsichtbar. Er taucht dann in der zweiten Februarhälfte am frühen Morgenhimmel wieder auf.

Saturn:
Auch Jupiters treuer Begleiter verabschiedet sich nach langer Sichtbarkeit von unserem Abendhimmel. Der Saturn kann am 10. Januar bis 17:41 Uhr zum letzten Mal beobachtet werden. Doch schon Anfang März gesellt er sich dann wieder zum Jupiter an den Morgenhimmel.


Sternschuppern mit den Quadrantiden

Im Januar können wir wieder einen Meteorschauer beobachten. Die Quadrantiden erreichen in der Nacht vom 3. auf den 4. Januar ihr Maximum, bei dem bis zu 120 Sternschnuppen pro Stunde bestaunt werden können. Sie gehören damit zu den spektakulärsten Meteorströmen des Jahres. Ihren Namen haben die sie vom früheren Sternbild Mauerquadrant, das allerdings nicht mehr offiziell geführt wird und zwischen Bärenhüter, Drache und Herkules lag. Die Quadrantiden entstehen, wenn die Erde durch die Umlaufbahn des Asteroiden 2003 EH zieht, dessen Bruchstücke dann als Sternschnuppen in der Atmosphäre verglühen.

Quadrantiden am 3.Jan. 2021 um 23:30 NO Richtung (Erstellt mit Stellarium)




Quellen:
https://www.timeanddate.de/astronomie/himmelsereignisse
https://www.sternwarte.de/
Hermann-Michael Hahn – „Was tut sich am Himmel 2021“

Himmelsereignisse im Dezember 2020

Der Winter steht vor der Tür und verspricht schöne Beobachtungsmöglichkeiten. Im Dezember findet ein besonderes Ereignis statt, auf das viele Planetenfreunde schon das ganze Jahr gewartet haben dürften. Wir starten mit der Planetenvorhersage.

Planetenvorhersage

Jupiter und Saturn

Jupiter und Saturn erfreuen uns schon seit einigen Monaten als Pärchen am Nachthimmel. Dabei wanderten sie, unter Einhaltung der AHA-Regeln, stets mit einigem „Sicherheitsabstand“, aber dennoch unzertrennlich über das Himmelszelt.

Im Dezember nähern die beiden Gasriesen einander allmählich an. Schließlich, am 21.12., sind sie einander so nahe, dass sie mit bloßem Auge kaum voneinander zu unterscheiden sein werden. Eine sogenanante „Große Jupiter-Saturn-Konjunktion“ passiert nur etwa alle 20 Jahre. Grund dafür sind die unterschiedlichen Umlaufzeiten der beiden Gasriesen um die Sonne. Jupiter benötigt dafür knapp 12, Saturn ca. 29 Jahre. Dass sich die beiden Planeten bei der Konjunktion am Himmel so nahe kommen wie in den kommenden Tagen, ist seit mehreren Jahrhunderten nicht mehr vorgekommen. Und das nächste vergleichbare Ereignis findet erst am 15. Mai 2080 statt. Wir sollten also für das diesjährige Ereignis auf eine klare Nacht hoffen.

Jupiter/Saturn-Begegnung, 21.Dez.2020, 17:30 Uhr, SW Richtung (Erstellt mit Stellarium)
Jupiter/Saturn-Begegnung, 150-fache Vergrößerung, 21.Dez.2020, 17:30 Uhr, SW Richtung (Erstellt mit Stellarium)

Mars

Der Mars ist weiterhin die ganze Nacht hell zu sehen, verliert jedoch allmählich an Helligkeit. Hat er am 1. Dezember noch eine Helligkeit von -1.11 mag, verdunkelt er sich bis zum 31. Dezember auf -0,25 mag.


Venus

Die Venus bleibt bis zum Jahreswechsel unser heller Morgenstern. Sie geht am 01. mit -3.9 mag um 05:23 Uhr, am 31.12. mit -3,87 um 06:47 Uhr auf.


Sternschuppern mit den Geminiden

Im Dezember können wir zwei Meteorströme beobachten. Der erste, der Geminiden-Meteorstrom, ist vom 7. bis zum 17. Dezember sichtbar. Er erreicht sein Maximum um den 13. Dezember.
Die Sternschnuppen kommen scheinbar aus Richtung des Sternbildes der Zwillinge. Genauer, vom Stern Castor. Hier liegt der Radiant, also der Punkt am Himmel, aus dessen Richtung die Schnuppen zu kommen scheinen. Ihren Ursprung haben die Geminiden übrigens nicht wie andere Meteorströme von einem Kometen, sondern von dem Asteroiden 3200 Phaeton, dessen Bahn die Erde zu dieser Zeit kreuzt.

Geminiden, 13.Dezember, 20:30 Uhr, östliche Richtung (Erstellt mit Stellarium)


Sternschuppern mit den Ursiden

Zwischen dem 17. Und dem 26. Dezember sind die Ursiden aktiv. Sie erreichen ihr Maximum in der Nacht vom 22. auf den 23. Dezember. Der Radiant der Ursiden liegt im Sternbild Ursa Minor (Kleiner Bär bzw. kleiner Wagen). Der Ursprung dieses Meteorschauers liegt bei dem Kometen 8P/Tuttle.

Ursiden, 22.Dezember, 20:30, nördl. Richtung (Erstellt mit Stellarium)





Quellen:
https://www.waa.at/
https://www.timeanddate.de/astronomie/himmelsereignisse
https://www.sternwarte.de/
Hermann-Michael Hahn – „Was tut sich am Himmel 2020“